Unzertrennlich – Laser2

Die Luft flimmert im Emsland. Die Sonne scheint und es ist schon vor dem Mittag ziemlich heiß. Oben auf dem Deich weht ein erfrischender Wind und säuselt uns „viel Spaß“ in die Ohren. Wir bauen unsere Boote auf, reges Treiben und gute Laune um uns herum. Punkt 13 Uhr ruft der Wettfahrtleiter zur Steuermannsbesprechung und Birgit heißt uns Gäste herzlich willkommen. Ja, willkommen fühlen wir uns von Anfang an an diesem wunderschönen Sommertag beim SVSE. weiterlesen »

„Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist gelb…. Nein. Mist. Rot! Ach verdammt!“ (Regatta auf dem Zwischenahner Meer)

Am 18./19. Juni machten sich 10 Laser 2 SeglerInnen auf den Weg zum Zwischenahner Meer umd dort die Sommerregatta zu segeln und abends im ZSK ein Sommerfest zu feiern. Nur gab es dabei 2 Schwierigkeiten: 1. war kein Sommer und 2. fand man die Tonnen, die umsegelt werden sollten, nicht so ohne weiteres. So trug es sich zu, dass das ganze Laser2-Feld dem Herdentrieb folgend unbeabsichtigt auf dem Spigang mal einen Luv- dann wieder einen Leebogen oder elegante Schlangenlinien fuhr – stets das Ziel nicht vor Augen.

Dafür spielte der Wind die meiste Zeit mit und hielt leicht drehende 2-3 BFT für uns parat, am Sonntag ein wenig mehr als am Samstag. Die Wettfahrtleitung war stets bemüht den Kurs an den drehenden Wind anzupassen, was ihnen trotz schwieriger Bedingungen sehr gut gelang. Das führte nur leider dazu, dass wir Laser2 mal wieder von neuem die Tonnen suchen mussten und mitunter orientierungslos auf dem Zwischenahner Meer trieben.

Das Sommerfest abends war wunderbar! Es gab ein super leckeres Grillbuffet, eine Hüpfburg (wie wir belehrt wurden, leider nicht für Laser2-Segler) und ein Trampolin (da durften wir mitspielen).

Vielen lieben Dank an den ZSK für die Gastfreundschaft, die tolle Bewirtung, die gute Wettfahrtleitung, den schönen Wind, den großzügigen Bulli-Stellplatz und das vor allem Trompolin!

Hier geht es zu den Ergebnissen.

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Hattinger Segeltage 2016

Bei sonnigem Frühlingswetter kamen 3 Laser2 am Kemnader See zur ersten Ranglistenregatta des Jahres zusammen. Zusammen mit knapp 40 Optis sowie Kielzugvögeln und Efsixen sollten sechs Wettfahrten an zwei Tagen gesegelt werden. Leider spielte jedoch der Wind nicht mit, der schwache Wind kam quer zum See und drehte immer wieder um mehr als 90 Grad. So mussten auf Grund des dann auch noch immer wieder einschlafenden Windes und der starken Dreher alle gestarteten Wettfahrten wieder abgebrochen werden. So ging leider diese Regatta ohne Wertung aus. Bei Kaffee und Kuchen ließen die Segler das sonnige Wochenenden ausklingen.

Schöne Grüße,
Oliver Babik

 

Steinhuder Meer – IC Pokal 2015

Mardorf, Samstagmorgen 8:30 Uhr. Absolute Windstille. Eine dunkle Wolkendecke bestätigte Windfinders Wetterprognose. 9:00 Uhr alles unverändert. 9:30 Uhr – was war das? Das Laub raschelte, der Himmel reißt auf und die Sonne kam durch. Sehr plötzlich, und ganz entgegen aller Vorhersagen sollten wir doch noch schönes Segelwetter bekommen.
Nun aber rasch das Boot aufgeriggt, die Fock gesetzt und…Ein Knall! Der Schraubenkopf des Püttings war abgerissen und die Öse ordentlich verbogen. Bei Morten und mir machte sich leichte Hektik breit. Doch dank vieler helfender Hände und 3 Werkzeugkästen weiter, haben wir Hisopo eine kreative, segelbare Reparatur verpasst.

Jetzt aber schnell aufs Wasser und auf in die Wettfahrt. Doch wo sind nur die andern Laser? Nach einer weiteren Minute war klar: Wir haben das falsche Regattafeld angesteuert! Auch mit einem Spi –Sprint konnten wir den ersten Start nicht mehr retten und wir sahen uns 5 Laser von hinten an. Dumm gelaufen! Jetzt begann eine spannende Aufholjagt. Und dank Mortens taktischen Geschick und einigen günstigen Drehern fuhren wir doch noch als Dritter durch Ziel. Was für ein Auftakt! Um Platz eins und zwei rangelten sich derweil Vanessa / Christian und Ralf mit seinem Vorschoter Olli.

Das Wetter hielt sich, die Sonne wurde immer intensiver und die Cremetuben folgen tief – zu tief! Kathrin nutze die Gelegenheit um den perfekten Aufschießer zu üben, während die Wettfahrtleitung den weisen Entschluss fällte noch eine dritte Wettfahrt anzuhängen.

Start und los. Team Geronimo, Susi und Hisopo lieferten sich eine wilde Verfolgungsjagt. Dann die Zielgrade. Team Hisopo liegt vorne, der Sieg ist zum Greifen nahe, bis plötzlich ein großer, weißer Kahn auf unsere Luvseite wendet und damit das breite Grinsen des alten Mannes auf der anderen Seite vorbeiziehen konnte. Tja, manchmal verliert man, und manchmal gewinnen die anderen…

Der Abend blieb sommerlich lau, und wir wurden mit einem reichhaltigen Buffet verwöhnt. Dann folgte große das Feuerwerk. Besser gesagt zwei kleine. Das trainiert die Nackenmuskulatur. Aber mich beschäftigte eher die Frage, wie viele Menschen kann ein Holzsteg tragen, bis er bricht? Gott sei Dank bekam ich keine Antwort darauf!

Mardorf, Sonntagmorgen 8:30 Uhr. Absolute Windstille…
Es war neblig und der Himmel schwer wie Blei. Windfinder hatte sich für diesen Tag eigentlich auch ein ganz anderes Programm ausgedacht, nämlich Regen und Wind um die 6-8 Knoten.
Die Regattaleitung verkündete Starverschiebung. Das gab uns Zeit Joachims neues Wohnmobil zu besichtigen und das Ambientelicht zu bewundern. Schöön !

Dann regte sich doch noch ein zarter Lufthauch und die Regattaleitung unternahm den verzweifelten Versuch einer letzten Wettfahrt.
Das Laue Lüftchen brachte uns gerade noch an die Starlinie, dann schlief der Wind wieder ein. Nicht so für Meike und Jürgen, die sich mit Elise deutlich vom Feld absetzten und Ralf dicht auf den Fersen blieben. Wie ärgerlich für die beiden, dass dann doch die Wettfahrt mangels Wind abgebrochen wurde. Und was für ein Glück für Vanessa und uns!

Erkenntnisse einer tollen Regatta:

  • Sonnencremtuben können schwimmen.
  • Seggerling ist keine Fischart des Steinhuder Meeres.
  • Und Windfinder braucht dringend eine neue Kristallkugel!

Wir freuen uns auf’s nächste Jahr am Steinhuder Meer!
Antje Schönke

Travemünder Woche 2015 – Bericht & Ergebnisse

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Das gilt auch für die Laser2-Segler, die vom 20.-26. Juli 2015 nach Travemünde gereist waren. Hier ein Bericht bei dem alle zu Wort kommen durften:

Egal ob Windfinder, Wetter.de, Weteronline oder Meteoblue, die Prognosen zu Wind und Wetter ließen vermuten, dass auch in den Wetterstationen gerade Urlaubszeit war. Immerhin konnte man sich darauf verlassen, dass das Wetter für den nächsten Tag garantiert nicht so werden würde, wie vorhergesagt.

Wenn man dann aber 30 Sekunden vor dem Start aus dem Boot fällt, kann man alles viel entspannter angehen – Regatta Segeln kann ja so schön sein! Zum Beispiel: Tonnen finden ist nicht schwer, die richtigen hingegen sehr. Zwischenzeitlich wurde mir von dem Wellengeschaukel ganz schlecht.

Als wir Abends schnell die Fähre zum Priwall zurück kriegen wollten, um einen Leistungsschlaf zu halten, hielt die TraWo wieder eine ganz besondere Überraschung für uns bereit: die Fähre fuhr einfach nicht los … warum denn nur … ach ja: Lasershow und Feuerwerk um 22:45! Das Feuerwerk war wohl so toll, dass mehrere Segler sich das ganze gleich 2-3x von der Fähre aus anguckten 🙂

Für einige schließt sich übrigens der Kreis, in Travemünde 2000 waren auch dabei: Lisa, Matthias, Niels, Ralf, Marian, Michael. Insofern ist ja auch klar, dass Lisa & Matthias gewinnen mussten denn in keinem Boot saß mehr Travemünde als in Hisopo / 10591.

Zu den Ergebnissen geht es hier entlang (klick).

Und ein paar Fotos findet ihr hier.

Travemünde Tag 4 und 5

Auf Windfinder ist in Travemünde kein Verlass. Bei vorhergesagten 4-6 BFT fangen schon einige Laser2 Segler an die Wantenspannung zu erhöhen und suchen ihren zweitbesten Segelsatz raus. Tatsächlich ist am Samstag pünktlich Start – das erste mal diese Woche. Aber der Wind ist deutlich weniger als angesagt, man kann wunderbar segeln. Der dritte Lauf an diesem Tag ist sogar eher was für die Leichtwindspezialisten. Aber beim reinsegeln tun sich dunkle Wolken auf und die Sturmfronten warten gerade bis wir an den Zelten sind. Der Segeltag endet mit einem Geburtstagsständchen für Malte.

Der nächste Tag beginnt mit einem Geburtstagsständchen für Vanessa. Geplant sind die letzten 3 Rennen auf dem Media Race Course, aber zur Steuermannsbesprechung um 9 Uhr ist noch zu viel Wind. Die startverschiebung wird genutzt um Zelte abzubauen und zu packen, es herrscht bereits Aufbruchstimmung als um 10.30 Uhr endgültig alle Wettfahrten für den Tag abgeblasen werden. Bei der Siegerehrung stehen Lisa und Matthias oben auf dem Treppchen (und landen wenig später in der Trave), neben ihnen Michael / Laura und Niels / Christan.

Glückwunsch den sechs unangefochtene Medaillenträgern!

Foto: Regine Koch

Foto: Regine Koch

Sommerregatta Bad Zwischenahn, 20. – 21.06.2015

Nach zwei erfolgreichen Trainingseinheiten, um sich aufeinander einzustimmen, ging es Freitag Nachmittag motiviert, gespannt und voller Vorfreude im vollbesetzten Bulli nach Bad Zwischenahn. An Bord waren die stolze Bulli-Besitzerin Vanessa, der noch stolzere Bulli-Kapitän Christian, ein tiefenentspannter Daniel und eine vor Aufregung Fingernagel-kauende Kathrin. Im Kielwasser, dass sich in den Spurrillen der Autobahn gesammelt hatte, schmusten Geronimo und Hisopo. Die Boote hatten wir – Windfinder sei Dank – noch genau vor dem großen Regen bei Wüstenberg sicher auf einen Trailer verladen und angehängt.

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Impressionen vom Zwischenahner Meer

Es war sportlich.
Es war schön.
Es war schwedisch.Es war „Sommerregatta“…

Hier ein paar Impressionen – vielleicht bescheren uns die drittplatzierten noch einen kleinen Bericht 😉

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Maibock 2015 – Bericht und Ergebnisse

Gerade noch in die letzten Tage des Mai gequetscht begrüßte uns der Maibock am Samstagmorgen mit Temperaturen des frühen April. Bei der Steuermannsbesprechung zeigte das Quecksilber 9,7°C!! Aber bei den angesagten Windstärken sollte uns ordentlich warm werden, zumal auf der Alster, wo die Fock schnell in der Bö back steht, wenn Frieda an der Rabenstraße das Fenster aufmacht.
 
Die Teams waren diesmal eher durchmischt. Die alten Recken Niels und Christian sowie Ralf und Alex zeigten Konstanz. Auf den anderen Schiffen gab es mal einen anderen Vorschoter oder mal einen Wechsel der Steuerfrau.

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Aus 3 mach 8 für exponentielles Segelvergnügen

Vor etwas mehr als einer Woche sah es so aus, als würden die Hattinger Segeltage 2015 für die Laser2-Klasse mangels Beteiligung ausfallen: Nur drei Boote waren gemeldet. Dies galt es zu verhindern! Der darauf folgende (absolut logische und naheliegende) Gedankengang eines Mathematikers:

3 Boote = 6 Segler
Mindestmeldezahl 6 Boote = 12 Segler
2 * 6 = 12
2 Rund-Mails + 4 Antworten + noch 1 Rund-Mail + 10 Anrufe = 16 Segler
16 / 2 = 8 > 6
Q.E.D.

Was geschah tatsächlich? Kurzfristig wurde der Plan geboren, die Hattinger Segeltage in einem neuen Format auszutragen: jeder der 6 schon gemeldeten Segler sollte ein Boot „skippern“ und einen Regatta-Newbie an die Seite gestellt bekommen. So sollten Regattaneulinge (und Wiedereinsteiger) Gelegenheit bekommen, das Regattageschehen mit einem erfahrenen Pro an der Seite aus nächster Nähe ganz gefahrlos zu beschnuppern. Die gemeldeten Segler waren einverstanden, der Segelclub Hattingen verlängerte kurzerhand noch die Meldefrist um 2 Tage, die Regatta-Newbies waren begeistert, die fehlenden Boote tauchten wie von Geisterhand auf und irgendwie wurden es sogar noch einige Segler mehr. Aus drei Meldungen wurden also binnen zwei Tagen acht – eine Art Laser2-Zellteilung (biologisch noch nicht erforscht, aber im Experiment sehr erfolgreich).

Somit traten am 17. bzw. 18.04. insgesamt 16 Laser2-Segler (und solche die es werden wollten) aus Thüringen, Hamburg, Niedersachsen und NRW die Reise an den Kemnader See an. Man erwartete uns dort – wie jedes Jahr – mit einem grandiosen Kuchenbuffet, Grillwürstchen, dazu Sonne, und angenehme2 2-3 Bft. Wind. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde unter den Laser2-Seglern wurden die Teams zusammengestellt, die Boote aufgebaut, Theorieeinheiten und Taktikbesprechungen an Land vorgenommen. Dann ging es nach der Begrüßung durch den Wettfahrtleiter und der Steuermannsbesprechung auch schon aufs Wasser, wo zwischen 14 und 18 Uhr die ersten drei Wettfahrten ausgetragen wurden. Der Wind war etwas launisch in Menge und Richtung, aber alles in allem waren die Bedingungen vor allem für unsere Einsteiger super. Dass die Zugvogel-Segler das ein oder andere Mal die Luvtonne kurz vor uns verholten machte das Geschehen nur spannender. Ebenso die ungefähr 30 – 70 Opti-Kinder (in diesem Gewusel ließ sich keine genauere Zahl ermitteln), die sich die Bahn mit uns teilten. Relativ dichte Laser2-Felder, spannende Zweikämpfe und wechselnde Reihenfolgen in der Platzierung suggerierten, dass die Teams seglerisch fair zusammengestellt waren; strahlende Gesichter und freudige Erzählungen beim anschließenden reichhaltigen Abendessen, dass es auch menschlisch auf den Booten ganz gut passte. Bei einem Bier wurde der Tag intensiv diskutiert und die Saison weiter geplant. Dazu gab es jede Menge Besuch von Freunden und Familie – viele Laser2-Segler kommen aus der Gegend (Gelsenkirchen, Monheim, Wuppertal, …) und einige Eltern nutzen also die Gelegenheit, ihre „Kinder“ segeln zu sehen (anders als bei den Optis waren unsere Mamis aber nicht mit in der Herrenumkleide!). Die gemütliche Runde wurde später am Abend ins Hause Terheyden verlegt – wo wir wieder einmal herzlich begrüßt und bewirtet wurden.

Die Windvorhersage für Sonntag ließ schon beim Frühstück Diskussionen über mögliche Startverschiebungen entstehen. Doch Wettfahrtleiter Oliver Babik war besser informiert als Windfinder. Er schickte uns alle um 10 Uhr aufs Wasser und siehe da: es war nicht viel Wind, aber irgendwie schafften wir tatsächlich weitere drei Wettfahrten. Die Leichtwindtalente hatten ihren großen Auftritt, die Ergebnisliste wurde neu sortiert und es blieb damit spannend bis zum Schluss. Es war ein langer und anstrengender Sonntag – viele hatten ja noch einige Hundert Kilometer Heimweg vor sich. Aber die Laune war gut, die Gesichter zufrieden und die Worte des Dankes für die Organisation überschwänglich (selbst Montagmorgen erreichten mich noch Mails und SMS von zufriedenen Seglern, die wohl wie ich mit einem Breitbandgrinsen am Schreibtisch saßen). Hoffentlich bleiben viele der Newbies der Klasse treu und haben mit dieser Veranstaltung den Einstieg in das Regattasegeln gefunden. Hier könnt ihr noch einmal eure Leistung bestaunen (drei der Regatta-Newbies haben sogar gesteuert, was meiner Meinung nach besonderen Respekt verdient): Ergebnisliste

Auch ich möchte an dieser Stelle noch meinen Dank aussprechen: An Ralf und Renate, die uns seit Jahren (oder Jahrzehnten?) bei sich zu Hause übernachten lassen und ein üppiges Frühstück servieren. An Oliver Babik und den SC Hattingen, die ebenfalls seit langer Zeit Laser2-Regatten ausrichten und uns als Klasse immer unterstützen. An den Wassersportladen in Witten, wo Laser2-Segler nicht nur Rabatt bekommen, sondern auch nach Ladenschluss noch einkaufen können. An euch Laser2-Segler, die ihr am Wochenende bei dieser etwas ungewöhnlichen Regatta dabei wart und die Hattinger Segeltage 2015 für die Klasse zu einem ganz besonderen Ereignis gemacht habt. Und zu guter Letzt an den Pizzabäcker, der mich gestern Abend noch vor dem sicheren Hungertot gerettet hat. Danke. Es war grandios.

Eure Vanessa (GER-7736)