Ein rekordverdächtiges Wochenende

Wow! 9 Laser2-Teams beim IC-Pokal am Steinhuder Meer. Ein solch großes Feld hatten wir schon lange nicht mehr. Waren es die vergangenen Jahre doch eher so 2 oder 3 oder 4 Boote, konnten wir die Teilnehmerzahl locker vervielfachen. Also erstmal herzlichen Dank an alle die da waren!

Und schön war es noch dazu, vor allem das Wetter. Der Sommer lässt uns dieses Jahr ja doch sehr hängen, aber letzte Wochenende am Steinhuder Meer da war Sommer. Und dazu sogar noch Wind, etwas. Der erste Wettfahrttag begann mit Startverschiebung, aber nur weil der ein oder andere „etwas“ verspätet angereist ist und der Wettfahrtleiter allen noch eine Chance geben wollte. Ich will keine Namen nennen, aber auch eine Laser2 Crew kam reichlich spät aus Bremen angereist. Mit einer halben Stunde Verspätung ging es dann aber los und vor uns lag eine spannende Wettfahrt. Da wir uns die Bahn mit Seggerlingen und Taifunen teilen mussten, konnten wir mal erleben wie es so ist, in einem großen Feld zu starten. Nicht ganz einfach, vor allem wenn die Seggerlinge dann einfach einen Tick schneller sind und den Laser2 nach dem Start direkt mal den Wind wegnehmen. Es galt also, sich aus dieser Lage zu befreien und schnell nach vorne zu segeln. Dabei noch die richtige Kreuzseite erwischen, das war gar nicht einfach und der eine versucht es links der andere rechts. Liinks war besser und Morti und Matthias als erste im Ziel. Außerdem ganz viel Frauenpower an der Spitze, so sind Clara und Farina wohl entgegen ihrer eigenen Erwartungen als vierte ins Ziel gekommen, direkt hinter dem großen Bruder. Die zweite Wettfahrt des Tages wurde noch viel spannender, vor allem gegen Ende hin. Der Wind wurde immer weniger und weniger und dann war er weg. Während Morten und Matthias gerade noch über die Ziellinie treiben, steht der Rest da so rum. Nur 50m zur Ziellinie aber sie kommt nicht näher. Auch hinwenden geht nicht mehr, es fehlt der Schwung. Nach 10 Minuten auf der gleichen Stelle hat der Wettfahrtleiter erbarmen und schießt ab. Aber darf er dass, wo doch schon das erste Boot im Ziel ist? Diskussionen brechen aus, aber inzwischen wissen wir „ja, er darf“, die WR hält hier eine wunderschön unpräzise Formulierung bereit. Also Feirabend für heute. Zum Abkühlen noch schnell eine Runde schwimmen und dann auf zum Grill, wo ein wirklich leckeres Abendessen wartet. Abends gibt es dann noch eine Feuershow und ein großes Feuerwerk zu sehen, aber gebrannt hat das Steinhuder Meer dann doch nicht.

Sonntag morgen, der See ruht spiegelglatt. Aber es ist Wind?! Ja, tatsächlich, es ist Wind. Man kommt richtig gut voran auch wenn der See absolut glatt ist. Gespenstisch. Und wie erkennt man da, von welcher Seite die Böen einsetzen? Wohin segeln? Der Kurs ist ziemlich klein und so schaffen wir noch drei spannende Wettfahrten, wer hätte das gedacht als er am Freitag den Wetterbericht las? Ralf freut sich über den Streicher, die rechte-Seite-Taktik von Samstag ist fast wieder gut gemacht. Trotzdem, niemand kann Morten und Matthias einholen. Aus lauter Verzweiflung müssen die beiden einen ersten Platz streichen. Peter und Arne segelten abwechselnd den 2. und 3. Platz um am Ende damit 2. zu werden. Dritter waren dann wohl Meike und ich – sonst müsste ich nicht schreiben….

Ich freue mich schon auf die nächste Regatta mit euch!
Eure Vanessa

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